Mittwoch, 9. Dezember 2015

Erste eigene Erfahrung mit Flüchtlingen



Seit dem 01.12.2015 Arbeite ich als Sicherheitsmitarbeiter in Hamburg in einer ZEA(Zentrale Erstaufnahme) und möchte nun einfach mal in mehreren Blogs erzählen wie die Abläufe sind, Versorgung, Vorfälle wobei ich bei Vorfällen ganz sicher nicht irgendwelche Details schreiben werde.

Fangen wir an mit der Aufgabe des Sicherheitsdienstes, wir sind vor Ort(Tag und Nachtschicht) wir sind Ansprechpartner für die Bewohner wenn Hilfe benötigt wird, wir stellen sicher das keine fremden Personen das Gelände betreten, und das es zu keinen Konflikten kommt.
Wir unterstützen das Ärzte Team und stehen alle mittels Funkgeräten immer in Kontakt.

Es war meine erste Begegnung mit Flüchtlingen auch ich hatte natürlich leichte Bedenken, aber schon nach der ersten Nachtschicht war ich überrascht wie gut organisiert diese ZEA ist. Die Bewohner begrüßen einen sehr freundlich einige auch auf Deutsch, einige werden jeden Morgen mit einem Bus zum Deutschkurs gefahren und hinterher wieder zurück. Die Bewohner können Tag und Nacht das Gelände verlassen, es besteht nur die Plicht sich ein und aus zu checken mittels einer elektronischen Karte wo ihre Daten draufstehen mit Bild.
Wir haben dort Familien mit Kindern aber auch Einzel Personen, die Familien haben einen Container für sich damit die Familien nicht getrennt werden müssen.

Es gibt ein Catering die das Frühstück, Mittag und das Abendbrot in der dafür umgebauten Küche ausgeben, jeden Morgen kommt ein Bäcker und bringt Brötchen und auch Fladenbrote.
Aber die Bewohner können auch jederzeit selbst was einkaufen gehen, wir haben 2 Discounter in unmittelbarer Nähe die zu Fuß zu erreichen sind, Alkohol und solche Sachen sind nicht erlaubt beim betreten des Geländes werden die Bewohner kontrolliert und nach verbotenen Gegenständen durchsucht.

Vorfälle hatten wir bisher kaum, Sachen wie verbale Auseinandersetzungen die es auch über auf der Welt gibt kommen schon vor, einen Vorfall mit Häusliche Gewalt war auch dabei, oder einen Mann der sich das Leben nehm wollte. Aber sonst gab es keine weiteren großen Vorfälle. Ich bin überrascht aber auch etwas erleichtert meine ersten Fünf Nachtschichten waren daher sehr ruhig und angenehm. Hoffen wir mal das es auch so bleibt den wenn soviele Menschen auf engsten Raum leben müssen, herrscht immer eine angespannte Stimmung.

Das Schlusswort:
Nun kann ich aus eigener Erfahrung sagen das wenn alles so gut organisiert ist wie bei unserer ZEA ist das miteinander mit den Bewohnern kein Problem, leider gibt es immer wieder Meldungen wo das wohl nicht der Fall ist. Außenstehende lesen nur das was in den Medien berichtet wird ohne sich selber zu informieren. Mein Tipp, informiert euch vor Ort und glaubt NICHT ALLES was in den Medien berichtet wird.

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